Groep vleeskuikens op strooisel in een stal, één vogel met verkreukelde veren en lusteloos gedrag afgezonderd van de rest.

Wie unterscheidet man milde und schwere Vogelgrippe?

Geflügelpest gehört zu den am meisten gefürchteten Krankheiten in der Geflügelbranche – und das zu Recht. Doch nicht jede Form der Geflügelpest ist gleich gefährlich. Der entscheidende Unterschied liegt im Schweregrad der Erkrankung: Niedrigpathogene Aviäre Influenza (LPAI) verursacht milde Symptome, während hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) innerhalb kurzer Zeit zu massenhaftem Verenden führen kann. Je früher du den Unterschied erkennst, desto schneller kannst du handeln. In diesem Artikel erklären wir, worauf du achten musst, wann du Alarm schlagen solltest und wie du eine Einschleppung verhinderst.

Was ist der Unterschied zwischen milder und schwerer Geflügelpest?

Der Unterschied zwischen milder und schwerer Geflügelpest liegt in der Pathogenität, also der Fähigkeit des Virus, Krankheiten zu verursachen. Niedrigpathogene Aviäre Influenza (LPAI) führt in der Regel zu milden Atemwegsbeschwerden oder einem leichten Leistungsabfall. Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) befällt gleichzeitig mehrere Organe und kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden zum Tod eines Großteils des Bestands führen.

Beide Formen werden durch Influenza-A-Viren verursacht, jedoch bestimmen die Subtypen, wie aggressiv sich das Virus verhält. H5- und H7-Subtypen sind berüchtigt dafür, dass sie von niedrig- zu hochpathogen mutieren können. Das macht die Früherkennung von LPAI so wichtig: Man sollte nicht warten, bis sich die Lage verschlechtert.

Aus Sicht der öffentlichen Gesundheit ist HPAI ebenfalls gefährlicher. Bestimmte HPAI-Stämme wie H5N1 können in seltenen Fällen auf Menschen übertragen werden. Das ist einer der Gründe, warum die Behörden bei einem bestätigten Ausbruch sofort mit Keulung und Transportverboten eingreifen.

Welche Symptome treten bei milder Geflügelpest bei Masthähnchen auf?

Bei milder Geflügelpest (LPAI) bei Masthähnchen zeigen sich vor allem leichte Atemwegsprobleme und eine verminderte Futteraufnahme. Die Tiere niesen, husten oder piepen leise. Die Sterblichkeit liegt etwas über dem normalen Niveau, ist aber nicht alarmierend. Die Verluste sind begrenzt und die Tiere bleiben größtenteils aktiv.

Dennoch sollte LPAI nicht ignoriert werden. Weitere Symptome, die auftreten können, sind:

  • Leichter Rückgang der Futter- und Wasseraufnahme
  • Tränen oder Schleim um Augen und Nase
  • Leichte Schwellung von Kamm oder Kehllappen (bei älteren Tieren)
  • Etwas geringere Wachstumsrate als erwartet
  • Weicher oder wässriger Kot

Das Schwierige bei LPAI ist, dass die Symptome denen anderer Atemwegserkrankungen wie infektiöser Bronchitis oder Mykoplasmose stark ähneln. Ohne Laboruntersuchung ist es nahezu unmöglich, LPAI zu bestätigen. Genau deshalb ist eine regelmäßige Überwachung so wertvoll: Man baut ein Referenzbild des Bestands auf, wodurch Abweichungen schneller auffallen.

Wie erkennt man schwere Geflügelpest in einem frühen Stadium?

Schwere Geflügelpest (HPAI) lässt sich im Frühstadium an einer Kombination plötzlicher und heftiger Symptome erkennen: ein starker Anstieg der Verluste, schwere neurologische Erscheinungen wie Drehen und Krämpfe sowie ein nahezu vollständiger Aktivitätsstillstand. Die Tiere stehen nicht mehr auf, fressen nicht und reagieren kaum auf Reize.

Die Geschwindigkeit, mit der sich der Krankheitsverlauf entwickelt, ist charakteristisch für HPAI. Während man bei anderen Erkrankungen manchmal Tage hat, um gegenzusteuern, kann HPAI innerhalb von ein bis zwei Tagen einen Großteil des Bestands befallen. Frühe Warnsignale, die zur Wachsamkeit mahnen sollten, sind:

  • Plötzliche Todesfälle ohne erkennbare Vorgeschichte
  • Schwellung von Kamm und Kehllappen sowie Blaufärbung von Kamm, Kehllappen und Beinen
  • Blutungen in der Haut oder an den Beinen
  • Schwerer Durchfall, teils mit Blut
  • Neurologische Symptome: Drehbewegungen, krampfartige Zuckungen, Verdrehen des Halses
  • Tiere, die massenhaft in einer Ecke liegen oder hängen

Wenn du eines oder mehrere dieser Signale siehst, ist schnelles Handeln gefragt. Warte nicht ab, ob es sich von selbst gibt. Als unabhängige Geflügelpraxis sind wir rund um die Uhr erreichbar, und die Früherkennung von Krankheiten ist fester Bestandteil unserer Betriebsbegleitung. Je früher wir einbezogen werden, desto mehr Handlungsmöglichkeiten bestehen.

Wann sollte man bei Verdacht den Tierarzt oder die Behörden anrufen?

Ruf sofort deinen Tierarzt an, wenn du einen unerklärlichen Anstieg der Verluste feststellst – insbesondere wenn dieser mit neurologischen Symptomen oder blau verfärbtem Gewebe einhergeht. Informiere die zuständige Veterinärbehörde, sobald du einen ernsthaften Verdacht auf HPAI hast. In Deutschland besteht eine Meldepflicht bei Verdacht auf hochpathogene Geflügelpest.

Eine praktische Faustregel: Wenn die täglichen Verluste doppelt so hoch sind wie üblich und du keine andere Erklärung hast, ist das Grund genug, deinen Tierarzt anzurufen. Warte nicht bis zur nächsten geplanten Kontrolle. Bei HPAI zählt jede Stunde.

Nach der Meldung bei der zuständigen Behörde folgt eine offizielle Untersuchung. Das bedeutet, dass Proben entnommen werden und der Betrieb in der Zwischenzeit Einschränkungen unterliegt. Das klingt einschneidend, aber eine frühzeitige Meldung schützt nicht nur deinen Betrieb, sondern auch die Betriebe in der Umgebung. Die Dienstleistungen des GvP umfassen auch die Begleitung in solchen Krisensituationen, damit du weißt, welche Schritte zu unternehmen sind.

Wie schützt man einen Stall vor dem Einschleppen der Geflügelpest?

Der beste Schutz gegen die Einschleppung von Geflügelpest ist ein konsequent angewandtes Biosicherheitsprotokoll. Das bedeutet: Besucherregistrierung führen, saubere und schmutzige Bereiche strikt trennen und Wildvögel so weit wie möglich aus dem Stall und dessen Umgebung fernhalten. In den meisten Fällen gelangt die Geflügelpest durch Kontakt mit wildlebenden Wasservögeln oder über kontaminierte Personen und Materialien in den Betrieb.

Konkrete Maßnahmen zur Verringerung des Einschleppungsrisikos:

  • Verpflichtende Nutzung von Betriebskleidung und Stiefeln für alle Personen, die den Stall betreten
  • Eine funktionsfähige Schleuse mit klarer Trennung zwischen sauberem und unsauberem Bereich
  • Netze oder Gitter an Lüftungsöffnungen, um Wildvögel fernzuhalten
  • Keine offenen Wasserstellen oder Futter für Wildvögel in der Nähe des Stalls
  • Begrenzung der Besucherzahl, insbesondere in Zeiten erhöhten Risikos
  • Regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Geräten und Fahrzeugen

Wir sind in vielen Betrieben in Norddeutschland und den Niederlanden tätig und sehen dadurch schnell, welche Biosicherheitsmaßnahmen in der Praxis funktionieren und wo es regelmäßig zu Problemen kommt. Dieses Praxiswissen ermöglicht es uns, betriebsspezifische Empfehlungen zu geben, anstatt eine Standardcheckliste abzuarbeiten. Möchtest du mehr darüber erfahren, wie wir Betriebe begleiten? Dann besuche die Website des Gesundheitszentrums für Geflügel.

Wie das Gesundheitszentrum für Geflügel bei der Geflügelpestprävention und Früherkennung hilft

Als spezialisierte und unabhängige Geflügelpraxis konzentrieren wir uns vollständig auf Masthähnchenbe­triebe. Bei der Geflügelpest bedeutet das konkret:

  • Regelmäßige Überwachung der Bestandsgesundheit, damit Abweichungen frühzeitig auffallen
  • Laboruntersuchungen zu Krankheitsbildern, einschließlich Atemwegserregern, die der Geflügelpest ähneln können
  • Begleitung bei der Erstellung und Verschärfung von Biosicherheitsprotokollen
  • Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit über einen festen Tierarzt, der deinen Betrieb kennt
  • Unterstützung bei Meldeverfahren und Krisenmanagement, wenn dies erforderlich ist

Möchtest du wissen, wie wir deinen Betrieb bei der Vorbeugung und Früherkennung von Geflügelpest unterstützen können? Nimm Kontakt mit uns auf oder erfahre mehr darüber, wer wir sind und wie wir arbeiten. Wir denken gerne mit dir gemeinsam nach.

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