Die Gumboro Krankheit wird durch ein Virus verursacht. Es ist ein sehr widerstandsfähiges Virus, das für mehr als 90 Tage ausserhalb des Kükens überleben kann und weiterhin anstechend bleibt auch kann es bei pH-Werten zwischen 2 und 12 überleben. Das Gumboro Virus wird horizontal durch kontaminiertem Kot (Staub) von Betrieb zu Betrieb übergetragen. Es gibt keine vertikale Übertragung vom Muttertier auf Eintagsküken. Von dem Gumboro-Virus gibt es mehrere Varianten. In unserer Region kommt in der Regel der Stamm DV-86 (aus Dedemsvaart in 1986) vor. Seit die Gumboro Ausbrüche großen Schaden verursachen, wird viel Aufmerksamkeit auf die Prävention gelegt.

Bursa bij Gumboro infectie (foto: GvP)
Bursa bei Gumboro-Infektion (Bilder: GvP)

Der Krankheitsverlauf
Masthühner sind besonders anfällig für Gumboro Infektionen im Alter zwischen 2 bis 16 Wochen. Wenn ein Masthuhn den Gumboro-Virus aufnimmt, wird es krank werden, sofern es nicht ausreichend Antikörper gegen die Krankheit hat. In einer ungeschützter Herde können die Verluste bis zu 40% betragen. Die klassischen Gumboro Ausbrüche werden am häufigsten bei Masthühnern im Alter von 3-6 Wochen gesehen. Bei Masthühnern mit Antikörpern wird die Infektion weniger schwerwiegend verlaufen. Bei richtig geimpften Masthühnern werden die Antikörper den Gumboro-Virus erfassen, wodurch das Masthuhn gesund bleibt. In einigen Fällen kann eine Gumboro-Infektion in einem sehr jungen Alter auftreten. In diesem Fall tritt keine Mortalität auf, aber entstehen Schäden an der Bursa wo die weißen Blutkörperchen gespeichert sind. Wegen des Mangels an weißen Blutkörperchen bekommt das Masthuhn eine geringe Immunität, so dass sekundäre Infektionen (z. B. Kokzidiose und E. coli) einfacher auftreten können. Eine subklinische Infektion kann auf diese Weise auch wirtschaftliche Schäden verursachen.

Das Krankheitsbild
Masthühner mit einer Gumboro-Infektion werden in kurzer Zeit schwer krank, der Appetit nimmt ab und sie sind weniger aktiv. Die kranken Hühner sitzen kugelförmig und scheiden weißen, schleimigen Kot aus. Die Einstreuqualität im Stall geht auch schnell zurück. Die Mortalität singt ab 3 Tage nach der Infektion. Der Höhepunkt der Sterblichkeit tritt 5-7 Tage nach der Infektion auf, wobei die überlebenden Küken schnell genesen. Das Krankheitsbild wird gekennzeichnet durch Muskelblutungen, eine ödematöse Bursa, Blutungen in der Bursa und geschwollene Nieren. Herden mit Schäden an der Bursa wachsen schlecht und entwickeln eine schlechte Uniformität. Dadurch lässt die Verwurfsrate und die Futterverwertung zu wünschen übrig.

Geopende bursa bij Gumboro infectie (foto: GvP)
geöffnete Bursa bei einer Gumboro-Infektion (Bilder: GvP)

Der Krankheit vorbeugen
Gegen den Gumboro-Virus gibt es keine Medizin. Die Masthühner sollten daher präventiv geimpft werden. Der richtige Zeitpunkt der Impfung wird anhand von Blutuntersuchungen festgestellt. Zusätzlich ist eine gute Hygiene wichtig. Weil kontaminierter Kot die wichtigste Quelle der Infektion ist, ist es wichtig eine Hygieneschleuse zu erstellen (in der Regel beim Futterzulauf), wo es wirklich hygienisch ist. Der Gumborovirus ist empfindlich gegen Natronlauge, Aldehyden (Formaldehyd, Glutaraldehyd), Chlorverbindungen (Halamid) und Jodverbindungen. Diese Desinfektionsmittel funktionieren nur auf einer gereinigten und einer entfetteten Oberfläche, bei der richtigen Temperatur, und einer ausreichend hohen Konzentration und Einwirkzeit. Nach einer Gumboro-Infektion wird ein Leerstand von 10 Tagen empfohlen. Es ist auch erwiesen, das die Übertragung durch Mehlwürmer erfolgen kann.

Die Impfung
Eine Gumboroimpfung muss sehr sorgfältig durchgeführt werden. Es ist hierbei wichtig, dass der Impfstoff korrekt dem Trinkwasser zugegeben wird und dass alle Masthühner ausreichend Impfstoff aufnehmen. Daher müssen Masthühner mindestens 4 Stunden vor der Impfung dürsten. Danach werden die Trink-Linien aufgedreht. Dann wird der Impfstoff in kaltem Wasser und mit einem blauen Farbstoff gelöst. Dieser blaue Farbstoff entfernt Schadstoffe im Trinkwasser und kann zur Kontrolle verwendet werden, um zu sehen ob alle Masthühner den Impfstoff aufgenommen haben (blaue Zunge). Wenn der Dosator angeschlossen wird und der Kran geöffnet ist, werden die Linien mit Trink-Impfstoff gefüllt (wobei das saubere, warme Wasser aus den Trinklinien abgelassen wird), danach können die Küken trinken. Die Wassermenge beträgt etwa 20% der täglichen Wasseraufnahme. Diese Menge muss in zwei aufeinander folgenden Sitzungen von ca. 2 Stunden zur Verfügung gestellt werden.

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