Witte vleeskuikens rustend op gouden houtkrullen in een schemering pluimveestal, met warm natuurlijk licht door een ventilatieopening.

Wie werden Hühner bei Vogelgrippe geräumt?

Bei einem Vogelgrippeausbruch in einem Geflügelbetrieb werden alle dort vorhandenen Tiere getötet und abtransportiert. Dieser Vorgang wird als Keulung bezeichnet. Der Staat schreibt dies vor, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Eine Keulung erfolgt nach einem festgelegten Protokoll und wird von spezialisierten Teams unter Aufsicht der zuständigen Behörden durchgeführt. Der Prozess dauert in der Regel einen bis mehrere Tage, abhängig von der Betriebsgröße.

Was bedeutet „Keulung” bei einem Vogelgrippeausbruch?

Keulung bedeutet, dass alles Geflügel in einem infizierten Betrieb getötet und vernichtet wird, um die Ausbreitung des Vogelgrippevirus zu stoppen. Sobald eine Infektion offiziell festgestellt wurde, ist die Keulung gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt keine Alternative: Auch Tiere, die noch keine Vogelgrippesymptome zeigen, werden in die Keulung einbezogen.

Die Entscheidung zur Keulung folgt auf ein positives Testergebnis des Wageningen Bioveterinary Research (WBVR), das Proben analysiert und die Ergebnisse bekanntgibt. Die zuständige Behörde koordiniert die Bekämpfung und setzt die Maßnahmen durch. Sobald das Ergebnis offiziell vorliegt, tritt das Keulungsprotokoll in Kraft, und der Tierhalter hat keinen Einfluss mehr auf den weiteren Ablauf.

Es handelt sich dabei stets um hochpathogene Vogelgrippe (HPAI), die gefährliche Variante, die sich schnell ausbreitet und eine hohe Sterblichkeit beim Geflügel verursacht. Niedrigpathogene Varianten werden anders bewertet und führen nicht immer unmittelbar zu einer Keulung.

Wie läuft eine Keulung von Hühnern Schritt für Schritt ab?

Eine Keulung folgt einer festen Reihenfolge: Der Betrieb wird abgesperrt, die Tiere werden durch CO₂-Begasung oder andere zugelassene Methoden getötet, anschließend werden die Kadaver abtransportiert und vernichtet. Der gesamte Prozess steht unter behördlicher Aufsicht und wird von zertifizierten Keulungsteams durchgeführt.

Die Schritte im Detail:

  1. Sperrung des Betriebs: Unmittelbar nach Bestätigung der Infektion darf niemand das Gelände ohne Genehmigung der zuständigen Behörde verlassen oder betreten.
  2. Tötung der Tiere: Zertifizierte Teams töten die Hühner mit CO₂-Gas. Dies geschieht so schnell wie möglich, um Leiden zu minimieren und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
  3. Abtransport der Kadaver: Die toten Tiere werden in geschlossenen Containern zu einem Entsorgungsunternehmen transportiert, wo sie gemäß strengen Hygieneprotokollen vernichtet werden.
  4. Reinigung und Desinfektion der Transportmittel: Alle Fahrzeuge und Materialien, die den Betrieb verlassen, werden desinfiziert.

Rund um den betroffenen Betrieb gelten vorübergehende Einschränkungen: eine Schutzzone von 3 km und eine Überwachungszone von 10 km. Betriebe in diesen Zonen werden kontrolliert. Vorbeugende Keulungen benachbarter Betriebe werden in den Niederlanden nicht mehr durchgeführt.

Wer führt die Keulung durch, und wer trägt die Kosten?

Die Keulung wird von spezialisierten Unternehmen durchgeführt, die von der Behörde beauftragt werden und unter behördlicher Aufsicht arbeiten. Die Kosten der Keulung selbst trägt der Staat. Für den Wert der getöteten Tiere erhält der Tierhalter eine Entschädigung über den Tiergesundheitsfonds (DGF).

Der Tiergesundheitsfonds erstattet den Marktwert der Tiere zum Zeitpunkt der Keulung. Zu beachten ist: Dies deckt nicht alle Schäden ab. Kosten wie Leerstand, entgangene Produktion und zusätzliche Reinigungsmaßnahmen sind nicht in der Standardentschädigung enthalten. Tierhalter schließen daher mitunter zusätzliche Versicherungen ab, um dieses Risiko abzusichern.

Der Tiergesundheitsdienst (GD) spielt ebenfalls eine Rolle: Er unterstützt Tierärzte und Tierhalter mit Diagnostik und Beratung rund um einen Ausbruch, damit die Situation so schnell wie möglich unter Kontrolle gebracht wird.

Was passiert mit dem Stall nach der Keulung?

Nach der Keulung muss der Stall gründlich gereinigt und desinfiziert werden, bevor neue Tiere eingestallt werden dürfen. Die zuständige Behörde legt die Protokolle für diesen Prozess fest und gibt den Stall frei, bevor eine neue Herde aufgenommen wird. Dieser Prozess dauert mindestens einige Wochen.

Reinigung und Desinfektion erfolgen in Phasen:

  • Entfernung aller Einstreu, Mist und organischen Materialien
  • Mechanische Reinigung aller Oberflächen
  • Desinfektion mit zugelassenen Mitteln
  • Leerstandsperiode, damit eventuell verbliebene Virusreste absterben
  • Offizielle Inspektion durch die zuständige Behörde vor der Wiederinbetriebnahme

Erst nach erfolgter Freigabe darf der Tierhalter neue Tiere einstallen. Die genaue Dauer des Leerstands hängt von den Gegebenheiten und der Beurteilung durch die zuständigen Behörden ab. Über unsere Begleitung beim Betriebsneustart helfen wir Tierhaltern, diese Phase so reibungslos wie möglich zu durchlaufen.

Wie verhindert man, dass der eigene Betrieb geräumt wird?

Eine Keulung lässt sich verhindern, indem man dafür sorgt, dass das Vogelgrippevirus gar nicht erst in den Stall gelangt. Das bedeutet: konsequente Biosicherheit, frühzeitige Erkennung von Vogelgrippesymptomen bei Hühnern und sofortiges Handeln bei verdächtigen Anzeichen. Ein Ausbruch im eigenen Betrieb ist fast immer auf eine Lücke in der Sicherheit oder eine zu späte Reaktion zurückzuführen.

Die bekanntesten Vogelgrippesymptome bei Hühnern sind:

  • Plötzliche Todesfälle ohne erkennbare Ursache
  • Schwellung von Kamm und Kehllappen
  • Blauverfärbung von Kamm, Kehllappen und Beinen
  • Schwere Atemprobleme
  • Stark verringerte Futter- und Wasseraufnahme
  • Neurologische Symptome wie Drehen oder Koordinationsverlust

Zeigt sich eines oder mehrere dieser Anzeichen, ist sofort der Tierarzt zu verständigen. Je früher ein Verdacht gemeldet wird, desto größer ist die Chance, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Prävention beginnt mit guter Biosicherheit: Besuche im Stall einschränken, Netze gegen Wildvögel anbringen, Desinfektionsmatten verwenden und beim Betreten des Stalls die Kleidung wechseln. Außerdem sollte die Stallumgebung frei von offenen Gewässern gehalten werden, die Wildvögel anziehen.

Masthähnchen werden nicht gegen Vogelgrippe geimpft. Impfprogramme im Geflügelsektor betreffen stets Legehennen oder anderes Geflügel mit längerer Lebensdauer. Bei Masthähnchen liegt der Schwerpunkt ausschließlich auf der Prävention durch Management und Biosicherheit.

Wie das Gesundheitszentrum für Geflügel bei der Vogelgrippeprävention hilft

Wir sind eine unabhängige Geflügelpraxis, spezialisiert auf Masthähnchenbtriebe in Nordniederland und Deutschland. Die frühzeitige Erkennung von Krankheiten ist fester Bestandteil unserer Betreuung. Das bedeutet, dass wir regelmäßig in Ihrem Betrieb vor Ort sind, die Tiere kennen und schnell handeln können, wenn etwas nicht stimmt.

  • Persönlicher Tierarzt pro Betrieb, 24/7 erreichbar ohne zentrale Planung
  • Routinemäßige Überwachung der Tiergesundheit und frühzeitige Erkennung unerwünschter Entwicklungen
  • Maßgeschneiderte Beratung zur Biosicherheit für Ihren Stalltyp und Standort
  • Laboruntersuchungen über eigene Einrichtungen und in Zusammenarbeit mit dem GD
  • Begleitung beim Betriebsneustart nach einer Keulung, von der Reinigung bis zur Einstallung einer neuen Herde

Möchten Sie wissen, wie wir Ihren Betrieb vor Vogelgrippe schützen können? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch, oder lesen Sie mehr über wer wir sind und wie wir arbeiten. Sie können sich auch einen Überblick über alles verschaffen, was das Gesundheitszentrum für Geflügel für Masthähnchenbetriebe in der Region leistet.

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